Wo man auch fragt, was wohl am besten ist für die Darstellung von Narben, bekommt man meistens die Antwort: Kollodium. Wir haben es einmal ausprobiert und man kann damit erstaunliche Ergebnisse erziehlen, wenn man es richtig anwendet. Drauf und gut funktioniert zwar auch, aber man erkennt dann sehr leicht, dass die Narbe nur geschminkt ist.
Kollodium kommt eigentlich aus der Medizin und dient dort als Verschlussmittel für kleine Wunden oder als Tinktur gegen Warzen und Hühneraugen. Das Mittel, das man in der Maskenbildnerei verwendet ist eine Mischung aus Kollodiumwolle, Alkohol und Äther, weshalb man es auch nur in gut durchlüfteten Räumen verwenden sollte.
Das kleine Projekt, für das wir Kollodium einsetzen ist eine Narbe auf der Stirn in Form einer Rune. Leider ist dem Fläschchen keinerlei Gebrauchsanweisung beigefügt, aber in der Fachliteratur findet man spezielle Anleitungen.
Im ersten Schritt wurde eine dicke Schicht Kollodium aufgetragen und wir haben gewartet bis sie getrocknet ist. Das Ergebnis war schon recht ansehnlich, aber noch nicht ganz zufriedenstellend. Darum wurde gleich nach dem Trocknen eine zweite, ebenso dicke Schicht aufgetragen.
Nachdem diese Schicht getrocknet war, habe ich mit einem feinen Pinsel und roter Schminke die Narbe nachgezeichnet und dann noch feine Äderchen, die von der Narbe wegführen gezeichnet. Die Ränder der Narbe habe ich mit einem hellen Hautton hervorgehoben.
Anschließend wurde die Narbe mit dem passenden Hautton leicht überschminkt.
Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Viel Spaß beim Nachmachen.
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