Posts Tagged ‘Feuer’

30
Nov

Pyroeffekte mit Lycopodium

   Posted by: Nick    in Anleitungen

Fire flames

Lykopodium ist ein echter Geheimtipp für Feuereffekte, egal ob drinnen oder draußen. Heutzutage wird es in der professionellen Pyrotechnik und von Feuerspuckern eingesetzt, aber schon steinzeitliche Schamanen machten sich das gelbe Pulver bei Ritualen zu nutzen.  Lykopodium hat zwei große Vorteile, zum einen können damit ungefährlich schöne Flammeneffekte erzeugt werden, zum anderen gilt es nicht als Gefahrstoff und unterliegt somit keiner gesetzlichen Einschränkung.

Zuerst einmal ein paar Worte zur Herkunft. Lykopodium ist ein reines Naturprodukt um genau zu sein handelt es sich um die Sporen des Keulenbärlapps, einer Gefäßsporenpflanze, die auch als Wolfsklaue bezeichnet wird. Die goldfarbenen, kleinen Sporen des Keulenbärlapps werden auch gerne als Hexenmehl bezeichnet. Man kann sich schon denken, warum. Die Bärlappsporen werden nicht nur in der Pyrotechnik verwendet, häufiger kann man sie in medizinischer Anwendung finden, als Bio-Babypuder oder als Trennmittel für Pillen.

Jetzt aber zum eigentlich interessanten Teil,  der Verwendung als Pyro-Effekt. Lykopodium brennt in reiner Form nicht. Man kann es also nicht einfach in eine Schale geben und anzünden. Damit ein schöner Effekt entsteht, muss es mit Luft vermischt, also zerstäubt werden. Dazu kann man einfach eine Hand voll des Pulvers nehmen und es ca. einen Meter über einer Kerze fallen lassen, oder es mit einem Blasebalg in die Luft pusten und mit einer Fackel entzünden. Zum Feuerspucken empfehle ich die Verwendung eines kleinen Röhrchens, in dem sich das Pulver befindet, im Fachhandel bekommt man so etwas unter dem Namen „Drachenzunge“.

Der Feuereffekt beim Lykopodium entsteht durch die Verbrennung der ätherischen Öle in den Sporen. Durch die Verwirbelung entsteht quasi der Effekt einer Mehlstaubexplosion. Die Flammtemperatur ist seht niedrig und bei der Verbrennung entsteht fast kein Rauch. Deswegen wird Lykopodium auch gerne als Special Effekt in Filmen eingesetzt, wo sich die Schauspieler in unmittelbarer Nähe von großen Feuerbällen befinden.

Grade für den kleinen Effekt zwischendurch lohnt es sich immer ein kleines Tütchen Bärlappsporen in der Tasche zu haben. Einen weiteren Effekt hat mir der Pyrotechniker meines Vertrauens empfohlen. Man füllt dazu die Sporen in eine Dose, die ein kleines Loch im Boden hat. Die Dose lässt man an einer Schnur um den Körper kreisen und entzündet die Lykopodiumwolke. Schöner kann man den Effekt eines Flammenschildes wohl kaum darstellen.

Trotzdem sollte man beim Umgang mit Bärlappsporen eine gewisse Vorsicht walten lassen. Ungefährlich heißt nicht gleich Hirn ausschalten. Grade wenn man sich an Effekten wie dem zuletzt beschriebenen versucht sollte man entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.  Für Unfälle jeglicher Art übernehme ich keine Haftung.

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19
Okt

Utensilien für Magier: Der Feuerball

   Posted by: Nick    in Anleitungen

Manche werfen Reis, andere werfen Erbsen, manche werfen Softbälle… aber richtig gut aussehende Feuerbälle sieht man viel zu selten, dabei sind sie ganz leicht zu machen. Alles was man dazu braucht sind: Ein gelbes Tuch 30×30 cm, ein rotes Tuch 40x40cm, einen Softball, etwas Faden und eine Nadel.

Feuerball

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Wenn man einen Magier oder Magiebegabten spielt ist es immer nützlich ein Paar kleine Tricks in der Tasche zu haben, mit denen man seine Mitspieler aus der Reserve locken kann. Mit dem hier beschriebenen Trick habe ich einmal (eher unabsichtlich) alle Blicke in einer Taverne auf mich gezogen. Es war einer dieser schlecht Wetter Freitag Abende, wo das ganze Spiel sich im einzig beheizbaren Raum (neben unserem Zelt) auf dem ganzen Congelände stattfand. Die üblichen Gespräche fanden statt und ich hatte mich zusammen mit meiner Magier-Kollegin an einem dunklen Eck an der Theke breitgemacht. Mehr aus Langeweile griff ich in meine Tasche und rollte aus Pyrowatte ein kleines Kügelchen und versteckte es in meiner Hand.

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