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Necronomicon GrimoireAus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann an ein anständiges Zauberbuch zu kommen. Aber ich finde, jeder Magier der etwas auf sich hält sollte mindestens ein solches Buch besitzen.

Das fängt beim Einband an und geht dann beim Inhalt weiter.
Im heutigen Artikel möchte ich ein paar Tips geben, wie man mit mehr oder weniger Aufwand an ein gut aussehendes Grimoire kommt.

Als Vorlage nehme ich das wohl vielen bekannte Necronomicon aus den “Tanz der Teufel” Filmen. Man kann aber ohne Probleme mit den hier gezeigten Techniken sein ganz persönliches Design verwirklichen.
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Wer die aktuelle Ausgabe der “Larp Zeit” gelesen hat, hat bestimmt auch den Artikel über das Zünden von Pyroeffekten mit Brückenzündern gelesen.

Für alle die es nicht gelesen haben, es gibt in Fachgeschäften für Feuerwerksartikel elektrisch betriebene Zünder mit denen sich alle möglichen Pyroeffekte zünden lassen. Der Brückenzünder entwickelt dabei so viel Hitze, dass sich eine normale Zündschnur eines Böllers etc. damit anzünden läßt. Für den Betrieb reicht eine 9V Blockbattierie aus.

Im Artikel wird beschrieben, wie man sich selbst einen Schaltmechanismus für den Zünder zusammenlötet. Es geht aber auch anders. Pyro Funkzündanlage Eine Funkzündanlage gibt es bereits ab 30 Euro. Damit hat man als Magier viel mehr Bewegungsfreiheit als wenn man mit einem Kabel verbunden ist und einen weiteren Vorteil haben diese Anlagen noch dazu. Sie verfügen in der Regel über eine Test-Taste mit der sich die Batterie und die Verbindung zum Zünder überprüfen läßt. Das schließt zwar Technik-Fumble nicht aus, minimiert aber das Risiko, dass etwas nicht funktioniert.

Erschwinglich und praktikabel sind diese Anlagen bis zu 5 Kanälen, das heißt, dass man 5 Effekte nacheinander Zünden kann. Um mehrere Effekte gleichzeitig zu zünden reicht in der Regel die Batteriespannung nicht aus.

Zum Schluss noch die obligatorische Warnung: Pyros sind gefährlich! Wenn ihr damit hantiert, seit Verantwortungsvoll und Vorsichtig.

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Larp Magier RitualWer einen Larp Magier spielt, kennt bestimmt die folgende Situation: Man ist irgendwo auf einer Con und hat mehr oder weniger seinen Anteil am Plot. Irgendwann ist es dann soweit, dass das Dämonenportal geschlossen werden muss, dass magische Artefakt, das dem Obermotz seine Macht verleiht zerstört werden muss, die Jungfrau von dem bösen Beherrschungszauber befreit werden muss und so weiter.
Alle anderen Magier sind zu faul, zu betrunken oder zu tot und so wird man von der geschlossenen Spielerschaft genötigt das große Ritual durchzuführen.
Jetzt heißt es improvisiren und eine gute Show abzuliefern.

Aus diesem Grund möchte ich eine kleine Artikelserie über magische Rituale beginnen über Vorbereitung, Planung im Vorfeld, Fehlervermeidung, Improvisation, Durchführung und Anwendung von Effekten.

Im heutigen Artikel schreibe ich (auf besonderen Wunsch hin) über eine recht einfache aber sehr effektive Art ein Ritual in die Länge zu ziehen ohne es langweilig werden zu lassen. In der Schule der Magie heißt es: „Es kommt nicht darauf an was du sagst, sondern wie du es sagst.“ Aber oft hat man gar nicht das Problem wie man etwas sagt, weil einem gerade nicht einfällt was man noch sagen soll.

Der Kreis ist gezogen, die Kerzen brennen und die SL deutet einem an, dass es ca. noch 30 Minuten dauert, bis der NSC fertig geschminkt ist. 30 Minuten die man möglichst effektvoll überbrücken muss.

Was auch immer man mit dem Ritual bezwecken will, eine halbe Stunde kann eine lange Zeit sein, vor allem wenn man improvisiren muss. Man spricht seine Anrufungen/Bannzauber/Wasauchimmer, macht ein paar magische Gesten oder läßt sich sonst etwas einfallen. Um das Ganze etwas in die länge zu ziehen habe ich immer ein paar Schriftrollen mit altägyptischen Texten bei mir.

Die Texte sind natürlich in lateinischer Schrift verfasst und man findet eine große Auswahl davon z.B. bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.  (man muss sich leider auf der Seite anmelden, ist aber unproblematisch)

http://aaew.bbaw.de/tla/servlet/S05?d=d001&h=h001

Einen Stolperstein gibt es aber noch. Ein altägyptischer Text sieht in etwa so aus:

d.n=k r m3.t=k tn wnt jn.n=k dng

jb3.w nr m t3

Recht einfach zu lesen, oder? Mit ein bisschen Übung und geheimen Wissen aber kein Problem. Man könnte sich jetzt die Lautsprache der Ägyptologen aneignen, oder wie ich es mache, eine vereinfachte Ausprache zulegen. Der ganze Trick besteht darin, die fehlenden Vokale einzusetzen. Der Text von oben würde sich dann in etwa so aussprechen:

Dade nek ra Medetek tun wenut jenu nek denug

Jeba we nater me ta

Jeder Ägyptologe würde zwar jetzt einen Schreianfall bekommen, aber als magische Formel ist das Ganze schon mal brauchbar. Das schöne dabei ist, beim nächsten mal kann man die Formel anders interpretieren und so einer Wiederholung vorbeugen.  Ich vertausche dabei auch noch jede zweite Zeile, dann kommt beim nächsten mal so etwas dabei heraus:

Jibe wa netar mi tu

Dede nek re midatuk ten winet jane daneg

Damit lässt sich schon mal einiges Überbrücken, ohne das man einen Satz zweimal sagen muss, oder?
Besonders eindrucksvoll hört es sich an, wenn man einige Vokale lang spricht. Wobei wir wieder dabei sind, dass es wichtig ist, wie man etwas sagt.

Soviel erstmal zu meinen überbrückungs Texten. Was macht ihr, wenn ihr ein Larp Ritual in die länge ziehen müsst?

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20
Jul

Beutelbuch

   Posted by: Katharina    in Anleitungen

Ein Magier braucht es, jeder Gelehrte sollte es haben und da sich auch kein Priester seinen kompletten Exorzismus in Latein merken kann, ist es auch für den Klerus ganz praktisch: das Buch!

Leider sind schöne IT-Bücher zum einem teuer, zum anderen selten. Und man will schließlich auch nicht mit irgendwelcher Massenware herumlaufen. Man bedenke nur die Erklärungsnöte, wenn der ceridische Inquisitor feststellt, dass sein Luxarium exakt dem Grimoire des Nekromanten gleicht, den er gerade auf den Scheiterhaufen stellen will.

Da ich festgestellt habe, dass ich grottenschlecht bin, was auswendiges und spontanes Spruch-gebrabbel angeht, ist so ein Buch für mich unerlässlich geworden. Allerdings gefällt mir der Gedanke, das Buch erst jedesmal aufwendig aus irgendeiner Tasche (die ich in 90% aller Fälle sowieso im Zelt vergessen habe) zu fummeln, nicht sonderlich. Also muss also ein Beutelbuch her.

Auch wenn es davon wirklich schöne Exemplare käuflich zu erwerben gibt, sie sind mir allesamt zu teuer oder entsprechen nicht meinen Vorstellungen. Also bleibt nur eines: das Bucht wird selbst gemacht. Da mir sowas aber – wie immer – erst kurz vor der Con einfällt, muss es schnell gehen.

Deswegen hier die einfachste Variante: ein gekauftes Buch mit Blankoseiten schön binden und verzieren.

P1070103 - KopieMaterialien:
- das Buch
- weiches Leder
- Verschluss
- Patex (oder ähnlicher Leim)
- optional Nieten, Buchecken oder andere Dinge zum Verzieren

Normalerweise wäre jetzt der Zeitpunkt, eine Schablone anzufertigen. Da ich aber das Buch bekleben werde, bevor ich es mit Leder beziehe und ich nicht weiß, in wie weit die Schluckelemente den Lederverbrauch verändern, schenke ich mir diesen Schritt.

Statt dessen klebe ich mit Patex meine Verzierungen auf den Buchdeckel. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wofür man die Teile

normalerweisebenötigt, ich finde aber, dass sie sich sehr gut auf meinem Beutelbuch machen.

Während der Patex antrocknet, schneide ich mir einen schmalen Streifen Leder ab und nähe den Verschlussriemen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Riemen genau schließt, also nicht zu lang und – was weitaus schlimmer wäre – nicht zu kurz ist. An dem Riemen befestige ich dann noch die Schnalle und schon habe ich alle Teile soweit vorbereitet, dass es mit dem Zusammenbau beginnen kann.

Ich möchte den Riemen, der das Buch später einmal verschließen soll, nicht auf der Oberfläche haben. Also schneide ich in das Leder – NACHDEM ICH ES GENAU ABGEMESSEN HABE!!! – zwei Schlitze, durch die ich den Riemen ziehe. Dann wird erst mal die Vorderseite des Buches dick mit Latex bestrichen.
Wie immer, wenn man mit Latex arbeitet, warte ich auch hier solange, bis er etwas angetrocknet ist. Dann beginne ich, von einer seite ausgehend, das Leder darauf zu kleben. Wichtig dabei ist, dass sich der Riemen an der richtigen Stelle befindet.

Da ich das Buch ja mit den Applikationen beklebt habe, ist es etwas aufwendiger, das weiche Leder so darüber zu spannen, dass die Verzierung plastisch ander Oberfläche hervortritt. Sobald die Vorderseite fertig ist, wiederhole ich diesen Vorgang bei dem Rest des Buches.

Anschließend schneide ich die überstehenden Ränder so zurecht, dass in etwa 2 cm überstehen, schlage sie nach innen um und klebe sie dort fest. Aber nicht vergessen: es soll ja ein Beutelbuch werden, also nur drei Seiten auf diese Art versäubern.

Dannach schneide ich auch den Rest des Leders so zurecht, dass der Beutelteil des Buches entsteht und nähe den Rand vorsichtig um. wenn man das Werkzeug hat, Lederkanten schön zu schneiden, kann man sich diesen Schritt natürlich sparen.

Auf den Bildern, die ich von Beutelbüchern gesehen habe, ist oft ein Ring zu sehen, durch den man den Gürtel ziehen kann. Statt einem Ring habe ich hier das Leder zu einer Schlaufe genäht. Später soll an der Stell dann einmal ein dicker Knoten sein, so dass ich den Ledereinband des Buches einfach unter den Gürtel stecken kann und er dann von dem Knoten dort gehalten wird.

Bevor ich mein Werk nun als (fast) vollendet bezeichne, verziere ich das Buch noch mit Buchecken.

Bis ich einen vernünftigen Weg gefunden habe, den oben beschriebenen schönen Knoten an dem Buch zu befestigen, beschränke ich mich darauf, es einfach festzuknoten.

Jetzt muss es nur noch beschrieben werden…

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