Posts Tagged ‘Maske’

Man kanns auch ein bisschen übertreiben, aber interessant ist das Fundstück schon anzuschaun. Eine wirklich gut gelungene Löwenmaske mit Animatronik, Hörverstärkung und Nachtsicht. Für diejenigen, die ein Tierwesen spielen sind einige  wertvolle Tips dabei, wie man sich eine bewegliche Maske baut. Was soll ich dazu noch sagen, außer viel Spaß damit.

Realistic, Animatronic Lion Mask with stereo night vision and amplified hearing More DIY How To Projects

Tags: ,

27
Jan

Tutorial: Eine Latexmaske selber machen

   Posted by: Nick    in Masken

Ich habe ganz nebenbei ein neues Projekt gestartet, damit die langen Winterabende nicht ganz so lang werden. Ich hatte einfach mal wieder Lust eine neue Latex-Maske zu machen und bei der Gelegenheit zeige ich euch auch gleich, wie sowas gemacht wird. Einige Schritte davon halte ich auch auf Video fest, weil man manche Dinge einfach nicht so erklären kann. Sobald das Video geschnitten ist, stell ich es auch hier vor.

Zu Beginn sollte man sich erst einmal Gedanken machen, was man überhaupt herstellen will bzw. welchen Zweck die Maske erfüllen soll. Soll es eine Vollmaske werden, die sich ein NSC einfach mal für einen Kampf überzieht oder eine dreiviertel oder Halbmaske, die man mit Mastix fixiert und die länger getragen wird, oder ob es eine kleine Applikation wird. Ich hab mich für eine Dreiviertelmaske entschieden, bei der Mund und Kinn frei bleiben.

Danach sollte man sich Quellenmaterial suchen. Am besten ein Anatomiebuch in dem die Gesichtsmuskeln dargestellt werden. Auch wenn es eine Fantasykreatur werden soll,  kommt sie realistisch rüber, wenn die Muskeln da sind, wo sie hingehören. Für Hautfalten sollte man sich ein paar Bilder von alten Männern suchen und dann noch Bilder von den Tieren, die der gewünschten Kreatur am nächsten kommen. In meinem Fall habe ich mir mehrere Bilder der Texas Horned Lizard bei Google rausgesucht.

Wie man also schon vermuten kann, wird meine Maske eine Echse darstellen. Als Grundlage nehme ich einen Styropor Kopf, da ich grade keinen Gibsabdruck eines Kopfes da habe. Zum Modellieren verwende ich meinen bereits hier vorgestellten Chavant Ton.

Um den Ton weich zu bekommen wickel ich etwa fünfmal fünf Zentimeter große Stücke in Alufolie ein und lege diese für ein paar Minuten in den 80 Grad heißen Ofen.  Der Ton ist dann so weich wie normale Knetmasse und man kann ihn ganz leicht auftragen.

Ich beginne immer damit kleine Würste zu formen und diese dann entlang der Muskelstränge auf den Kopf aufzutragen. So bekommt man gleich zu Beginn ein Gefühl für die Wangen und Stirnfalten. Das mache ich so lange, bis der ganze Kopf mit einer Schicht Ton bedeckt ist. Wenn man eine Maske auf Maß macht, sollte man darauf achten, dass der Ton an jeder Stelle mindestens einen halben Zentimeter dick ist, weil der Latex beim Trocknen etwas schrumpft braucht man da etwas Spielraum, sonst passt die Maske nachher nicht. Auch in meinem Fall trage ich den Ton dick genug auf, damit ich genug Grundlage habe um Furchen und Ähnliches zu modellieren.

Nachdem ich die Grundform der Maske mit Ton aufgetragen habe, beginne ich damit, den Ton zu glätten wie hier im Bild zu sehen. Dafür verwende ich ein ganz normales Modellier Werkzeug aus dem Hobbybedarf.  Erst wenn alle ungewollten Unebenheiten geglättet sind sollte man sich daran machen mehr ins Detail zu gehen. Darauf werde ich im nächsten Teil meines Tutorials eingehen.

Tags: , ,

Viel von dem was ich im Bereich Maskenbilden kann, hab ich aus Büchern gelernt. Einige davon waren ihr Geld nicht wert und verstauben seit dem im Regal, nicht so aber das Buch, dass ich heute vorstellen möchte.  A Complete Guide to Special Effects Makeup: Conceptual Artwork by Japanese Makeup Artists. Um ehrlich zu sein, war der Kauf einfach ein Schuss ins Blaue, da einerseits die Amazon Rezessionen sehr gut waren und andererseits man bei dem Preis nicht viel falsch machen kann.

Als das Buch ankam, musste ich erst mal einige Zeit warten, da meine Frau es nicht mehr aus der Hand geben wollte… als ich es dann endlich anschauen durfte, war ich sehr positiv überrascht.  Am Anfang stehen einige Basistips für normales Make-Up, also solche Dinge wie Liedschatten und Wimpern. Danach einige ausführliche Seiten über Wunden und Narben. Hier werden verschiedene Techniken vorgestellt, vom einfachen Effekt mit schminke, bis hin zu komplexen Applikationen mit eingewachsenen Schrauben und Kabeln.

Danach geht es los mit dem Maskenbau. Begonnen wird mit einzelnen Überziehmasken bis hin zu Applikationen die den ganzen Körper bedecken. Obwohl ich recht viel über den Maskenbau weiß, habe ich in diesem Kapitel noch einige Tricks gelernt. Hier wird alles Wichtige beschrieben. Wie man Abgüsse von Kopf und Händen macht, oder gleich vom ganzen Körper. Anleitungen zum Modellieren und zum Formenbau und schließlich, wie man am besten mit Latex oder Gelatine arbeitet. Jeder, der mit dem Gedanken spielt sich eine eigene Maske zu bauen, der wird hier fündig.

Nicht nur das Gesicht wird behandelt, man findet auch Anleitungen für Klauen oder Accessoires für die Kleidung.

Leider ist das Buch in Englisch und mit vielen Fachausdrücken die man sich im Lexikon zusammensuchen muss. Dafür sind die Bilder sehr aussagekräftig und nachvollziehbar. Einige der vorgestellten Projekte eignen sich leider nur als Concept-Art und sind so wie sie Präsentiert werden, nicht für Cons tauglich. Um auf gute Ideen zu kommen, reicht es aber allemal.

Wann immer ich unterwegs bin, hab ich das Buch im Schminkkoffer mit dabei. Ich kann es wirklich mit gutem Gewissen jedem Larper empfehlen, der gerne schminkt oder Masken baut. Allein die unzählbar vielen Fotos sind immer wieder sehenswert.

  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: Graphic Sha; Auflage: illustrated edition (15. Dezember 2007)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 4766118332
  • ISBN-13: 978-4766118339
  • Größe: 26,8 x 21 x 1,4 cm

Tags: , , , , ,