Heute bin ich auf eine interessante Anleitung gestoßen, wie man sich bequeme Hufe für einen Tiermenschen machen kann und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Die ganze Geschichte basiert auf Sandalen, auf die mit einem Gittergeflecht, Pappmaché und Spachtelmasse die Hufe modelliert werden. Da hier sehr viel Spachtelmasse aufgetragen wird, gehe ich davon aus, dass die Hufe trotz des Pappmachés relativ Wetterfest sind. Das Video ist in jedem Fall einen Blick wert.
Im Video, dass ich euch zeigen möchte macht der Künstler eine Haut aus Fimo, die er über eine Käferskulptur legt. Der Witz dabei, er mischt UV-Aktives Fimo mit normalem Fimo und erzielt dadurch einen erstaunlichen Effekt. Die Struktur der Haut kommt dadurch zustande, dass mehrere Schichten Fimo wie eine Zigarre aufgerollt werden und dann in kleine Scheiben geschnitten werden. In diesem Video sieht man auch, wie eine Pastamaschine zum kneten eingesetzt wird. Wann immer man sich in der Werkstatt eines Künstlers, der mit Fimo, Sculpey o.ä arbeitet umsieht, dann steht irgendwo so eine Maschine rum.
Ich habe mir zum Ziel gesetzt ein Amulett für meinen Magier-Charakter aus Fimo zu basteln. Natürlich könnte ich genauso gut in den Esoterik Laden um die Ecke gehen und mir eines kaufen, aber ich möchte ein wirklich personalisiertes Stück haben. Wäre ja schlimm, wenn man auf Con einen anderen Magier mit dem gleichen Teil um den Hals begegnet, der einem erklärt, dass er das Amulett aus den Ruinen der alten Stadt Gorgonau geborgen hat und es den mächtigen Dämon Uzulkar beheimatet.
Bevor man richtig loslegt, muss man sich klarwerden, was man denn überhaupt machen will. Hier ist oft eine Bleistiftskizze hilfreich. Allerdings muss ich sagen, dass man es selten so hinbekommt wie man es geplant hat. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Mir geht es oft so, dass mir erst beim Modellieren die wirklich guten Ideen kommen und das fertige Stück am Ende besser aussieht, als die Vorlage. Auch welches Material man verwendet spielt eine wichtige Rolle. Ich habe mal wieder nur Fimo Soft hier rumliegen.
Das Modellieren mit Fimo bedarf einiger Übung, grade bei Fimo Soft. Es wird einem nichts verziehen. Einmal kurz berührt, schon hat man einen lästigen Fingerabdruck in seinem Werkstück. Einmal abgerutscht und schon hat man eine tiefe Furche die man wieder mühselig ausbessern muss.
Fimo ist eine Modeliermasse, die zum Aushärten 30 Minuten lang bei 110 Grad Celsius im Backofen verbringen muss. Angeboten wird sie in vielen Farben und zwei Varianten: Classic und Soft. Was man verarbeiten will muss man sich selbst überlegen. Ich verwende meistens die Soft Variante, aber auch nur, weil die Classic im Bastelladen oft ausverkauft ist .
Wenn ich mit Fimo modelliere gehe ich genauso vor, wie mit Chavant. Ich schneide kleine Klötze aus dem Block, mach aus einem Klotz mehrere Kügelchen und verarbeite sie nach und nach. Fimo muss man meistens ein wenig Kneten, damit es weich wird.