Posts Tagged ‘Narbe’

Auf dem Mark sind viele Produkte erhältlich um Verbrennungen und Narben zu schminken. Aber sogar professionelle Schminkkünstler greifen beim Schminken auf ein natürliches Produkt zurück, nämlich Gelatine. Gelatine ist nichts anderes, als Eiweiß. Man bekommt es in Platten oder in Pulverform. Die Verarbeitung ist sehr einfach, man benötigt nur ein wenig heißes Wasser in dem die Gelatine eingeweicht wird. Mit einem Spatel flüssig aufgetragen, oder als Platte aufgeklebt und nachbearbeitet kann man schnell und einfach schöne Wunden bauen.
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Wo man auch fragt, was wohl am besten ist für die Darstellung von Narben, bekommt man meistens die Antwort: Kollodium. Wir haben es einmal ausprobiert und man kann damit erstaunliche Ergebnisse erziehlen, wenn man es richtig anwendet. Drauf und gut funktioniert zwar auch, aber man erkennt dann sehr leicht, dass die Narbe nur geschminkt ist.

Schminken mit Kollodium

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Die Art und Weise, wie man eine Narbe oder offene Wunde mit Latex und Papiertaschentüchern schminkt habe ich ja hier schon einmal beschrieben. Was ich diesmal gefunden habe, ist eine leichte Abwandlung von dieser Technik. Hier werden Muskelstränge für eine offene Wunde aus Papier und Latexmilch gefertigt. Der Wundrand wird aus Wachs modelliert und abschließend wird alles überschminkt.

Die Muskelfasern kann man vorbereiten, dann geht das Schminken in wenigen Minuten von der Hand. Die Technik ist also ideal für Heiler oder die NSC-Schmink-SL, wenn schnell eine garstig aussehende Wunde geschminkt werden soll.

Erwähnenswert ist auch die Idee am Ende des Videos, wo mit Nagellack ein Glanzeffekt erzeugt wird, so dass die Wunde immer nass aussieht. Persönlich würde ich dem ganzen noch ein paar Tropfen Kunstblut hinzufügen um die Illusion der Wunde perfekt zu machen.

Im Video wird Wachs verwendet um die Wundränder zu gestalten, persönlich würde ich hier eher zu Nasenkitt raten. Der ist etwas steifer, dadurch zwar schwieriger zu verarbeiten, hält aber auch mehr aus. Beim Wachs läuft man Gefahr, einmal irgendwo anzustoßen und der ganze Wundrand ist plattgedrückt.

Viel Spaß beim nachmachen!

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Viel von dem was ich im Bereich Maskenbilden kann, hab ich aus Büchern gelernt. Einige davon waren ihr Geld nicht wert und verstauben seit dem im Regal, nicht so aber das Buch, dass ich heute vorstellen möchte.  A Complete Guide to Special Effects Makeup: Conceptual Artwork by Japanese Makeup Artists. Um ehrlich zu sein, war der Kauf einfach ein Schuss ins Blaue, da einerseits die Amazon Rezessionen sehr gut waren und andererseits man bei dem Preis nicht viel falsch machen kann.

Als das Buch ankam, musste ich erst mal einige Zeit warten, da meine Frau es nicht mehr aus der Hand geben wollte… als ich es dann endlich anschauen durfte, war ich sehr positiv überrascht.  Am Anfang stehen einige Basistips für normales Make-Up, also solche Dinge wie Liedschatten und Wimpern. Danach einige ausführliche Seiten über Wunden und Narben. Hier werden verschiedene Techniken vorgestellt, vom einfachen Effekt mit schminke, bis hin zu komplexen Applikationen mit eingewachsenen Schrauben und Kabeln.

Danach geht es los mit dem Maskenbau. Begonnen wird mit einzelnen Überziehmasken bis hin zu Applikationen die den ganzen Körper bedecken. Obwohl ich recht viel über den Maskenbau weiß, habe ich in diesem Kapitel noch einige Tricks gelernt. Hier wird alles Wichtige beschrieben. Wie man Abgüsse von Kopf und Händen macht, oder gleich vom ganzen Körper. Anleitungen zum Modellieren und zum Formenbau und schließlich, wie man am besten mit Latex oder Gelatine arbeitet. Jeder, der mit dem Gedanken spielt sich eine eigene Maske zu bauen, der wird hier fündig.

Nicht nur das Gesicht wird behandelt, man findet auch Anleitungen für Klauen oder Accessoires für die Kleidung.

Leider ist das Buch in Englisch und mit vielen Fachausdrücken die man sich im Lexikon zusammensuchen muss. Dafür sind die Bilder sehr aussagekräftig und nachvollziehbar. Einige der vorgestellten Projekte eignen sich leider nur als Concept-Art und sind so wie sie Präsentiert werden, nicht für Cons tauglich. Um auf gute Ideen zu kommen, reicht es aber allemal.

Wann immer ich unterwegs bin, hab ich das Buch im Schminkkoffer mit dabei. Ich kann es wirklich mit gutem Gewissen jedem Larper empfehlen, der gerne schminkt oder Masken baut. Allein die unzählbar vielen Fotos sind immer wieder sehenswert.

  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: Graphic Sha; Auflage: illustrated edition (15. Dezember 2007)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 4766118332
  • ISBN-13: 978-4766118339
  • Größe: 26,8 x 21 x 1,4 cm

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