Posts Tagged ‘Pyro’

Wer die aktuelle Ausgabe der “Larp Zeit” gelesen hat, hat bestimmt auch den Artikel über das Zünden von Pyroeffekten mit Brückenzündern gelesen.

Für alle die es nicht gelesen haben, es gibt in Fachgeschäften für Feuerwerksartikel elektrisch betriebene Zünder mit denen sich alle möglichen Pyroeffekte zünden lassen. Der Brückenzünder entwickelt dabei so viel Hitze, dass sich eine normale Zündschnur eines Böllers etc. damit anzünden läßt. Für den Betrieb reicht eine 9V Blockbattierie aus.

Im Artikel wird beschrieben, wie man sich selbst einen Schaltmechanismus für den Zünder zusammenlötet. Es geht aber auch anders. Pyro Funkzündanlage Eine Funkzündanlage gibt es bereits ab 30 Euro. Damit hat man als Magier viel mehr Bewegungsfreiheit als wenn man mit einem Kabel verbunden ist und einen weiteren Vorteil haben diese Anlagen noch dazu. Sie verfügen in der Regel über eine Test-Taste mit der sich die Batterie und die Verbindung zum Zünder überprüfen läßt. Das schließt zwar Technik-Fumble nicht aus, minimiert aber das Risiko, dass etwas nicht funktioniert.

Erschwinglich und praktikabel sind diese Anlagen bis zu 5 Kanälen, das heißt, dass man 5 Effekte nacheinander Zünden kann. Um mehrere Effekte gleichzeitig zu zünden reicht in der Regel die Batteriespannung nicht aus.

Zum Schluss noch die obligatorische Warnung: Pyros sind gefährlich! Wenn ihr damit hantiert, seit Verantwortungsvoll und Vorsichtig.

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30
Nov

Pyroeffekte mit Lycopodium

   Posted by: Nick    in Anleitungen

Fire flames

Lykopodium ist ein echter Geheimtipp für Feuereffekte, egal ob drinnen oder draußen. Heutzutage wird es in der professionellen Pyrotechnik und von Feuerspuckern eingesetzt, aber schon steinzeitliche Schamanen machten sich das gelbe Pulver bei Ritualen zu nutzen.  Lykopodium hat zwei große Vorteile, zum einen können damit ungefährlich schöne Flammeneffekte erzeugt werden, zum anderen gilt es nicht als Gefahrstoff und unterliegt somit keiner gesetzlichen Einschränkung.

Zuerst einmal ein paar Worte zur Herkunft. Lykopodium ist ein reines Naturprodukt um genau zu sein handelt es sich um die Sporen des Keulenbärlapps, einer Gefäßsporenpflanze, die auch als Wolfsklaue bezeichnet wird. Die goldfarbenen, kleinen Sporen des Keulenbärlapps werden auch gerne als Hexenmehl bezeichnet. Man kann sich schon denken, warum. Die Bärlappsporen werden nicht nur in der Pyrotechnik verwendet, häufiger kann man sie in medizinischer Anwendung finden, als Bio-Babypuder oder als Trennmittel für Pillen.

Jetzt aber zum eigentlich interessanten Teil,  der Verwendung als Pyro-Effekt. Lykopodium brennt in reiner Form nicht. Man kann es also nicht einfach in eine Schale geben und anzünden. Damit ein schöner Effekt entsteht, muss es mit Luft vermischt, also zerstäubt werden. Dazu kann man einfach eine Hand voll des Pulvers nehmen und es ca. einen Meter über einer Kerze fallen lassen, oder es mit einem Blasebalg in die Luft pusten und mit einer Fackel entzünden. Zum Feuerspucken empfehle ich die Verwendung eines kleinen Röhrchens, in dem sich das Pulver befindet, im Fachhandel bekommt man so etwas unter dem Namen „Drachenzunge“.

Der Feuereffekt beim Lykopodium entsteht durch die Verbrennung der ätherischen Öle in den Sporen. Durch die Verwirbelung entsteht quasi der Effekt einer Mehlstaubexplosion. Die Flammtemperatur ist seht niedrig und bei der Verbrennung entsteht fast kein Rauch. Deswegen wird Lykopodium auch gerne als Special Effekt in Filmen eingesetzt, wo sich die Schauspieler in unmittelbarer Nähe von großen Feuerbällen befinden.

Grade für den kleinen Effekt zwischendurch lohnt es sich immer ein kleines Tütchen Bärlappsporen in der Tasche zu haben. Einen weiteren Effekt hat mir der Pyrotechniker meines Vertrauens empfohlen. Man füllt dazu die Sporen in eine Dose, die ein kleines Loch im Boden hat. Die Dose lässt man an einer Schnur um den Körper kreisen und entzündet die Lykopodiumwolke. Schöner kann man den Effekt eines Flammenschildes wohl kaum darstellen.

Trotzdem sollte man beim Umgang mit Bärlappsporen eine gewisse Vorsicht walten lassen. Ungefährlich heißt nicht gleich Hirn ausschalten. Grade wenn man sich an Effekten wie dem zuletzt beschriebenen versucht sollte man entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.  Für Unfälle jeglicher Art übernehme ich keine Haftung.

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Wenn man einen Magier oder Magiebegabten spielt ist es immer nützlich ein Paar kleine Tricks in der Tasche zu haben, mit denen man seine Mitspieler aus der Reserve locken kann. Mit dem hier beschriebenen Trick habe ich einmal (eher unabsichtlich) alle Blicke in einer Taverne auf mich gezogen. Es war einer dieser schlecht Wetter Freitag Abende, wo das ganze Spiel sich im einzig beheizbaren Raum (neben unserem Zelt) auf dem ganzen Congelände stattfand. Die üblichen Gespräche fanden statt und ich hatte mich zusammen mit meiner Magier-Kollegin an einem dunklen Eck an der Theke breitgemacht. Mehr aus Langeweile griff ich in meine Tasche und rollte aus Pyrowatte ein kleines Kügelchen und versteckte es in meiner Hand.

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20
Jun

Instant Feuer

   Posted by: Nick    in Anleitungen

Ich möchte heute eine einfache aber geniale Möglichkeit für magische Rituale oder einfach nur fürs richtige Ambiente für den wichtigen Plotstrang bei denen ein kleines Feuer benötigt wird vorstellen. Alles was man dazu benötigt ist: eine Rolle handelsübliches Toilettenpapier, etwas Lampenöl und eine feuerfeste Schaale.

Alles was man tun muß ist, das Toilettenpapier in die Schaale zu stellen und dann mit einem kräftigen Schuß Lampenöl zu turchtränken. Das Ganze vorsichtig anzuünden und man erhält ein kleines Feuer, das ca. zehn Minuten lang brennt. Das Toilettenpapier verbrennt dabei fast Rückstandslos und es gibt auch keine herumfliegenden, brennenden Papierfetzen.


Grade bei Ritualen hat sich dieser Effekt bewährt. Man kann alles bei der Vorbereitung bereitstellen, wenn man mit dem Ritual beginnt braucht man das Feuer nur noch entzünden. Sehr schön ist es, wenn man ein Gefäß hat, dass etwas höher ist, als die Rolle Toilettenpapier. Dann sieht es besonders stimmig aus.

Die Könisklasse besteht daraus, das ganze noch mit einem Zünder aus dem Pyrotechnikbedarf zu versehen. Damit könnte man noch den Effekt erzielen das Feuer “mit Magie” zu entzünden.



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