Posts Tagged ‘Schriftrolle’

20
Jul

Beutelbuch

   Posted by: Katharina    in Anleitungen

Ein Magier braucht es, jeder Gelehrte sollte es haben und da sich auch kein Priester seinen kompletten Exorzismus in Latein merken kann, ist es auch für den Klerus ganz praktisch: das Buch!

Leider sind schöne IT-Bücher zum einem teuer, zum anderen selten. Und man will schließlich auch nicht mit irgendwelcher Massenware herumlaufen. Man bedenke nur die Erklärungsnöte, wenn der ceridische Inquisitor feststellt, dass sein Luxarium exakt dem Grimoire des Nekromanten gleicht, den er gerade auf den Scheiterhaufen stellen will.

Da ich festgestellt habe, dass ich grottenschlecht bin, was auswendiges und spontanes Spruch-gebrabbel angeht, ist so ein Buch für mich unerlässlich geworden. Allerdings gefällt mir der Gedanke, das Buch erst jedesmal aufwendig aus irgendeiner Tasche (die ich in 90% aller Fälle sowieso im Zelt vergessen habe) zu fummeln, nicht sonderlich. Also muss also ein Beutelbuch her.

Auch wenn es davon wirklich schöne Exemplare käuflich zu erwerben gibt, sie sind mir allesamt zu teuer oder entsprechen nicht meinen Vorstellungen. Also bleibt nur eines: das Bucht wird selbst gemacht. Da mir sowas aber – wie immer – erst kurz vor der Con einfällt, muss es schnell gehen.

Deswegen hier die einfachste Variante: ein gekauftes Buch mit Blankoseiten schön binden und verzieren.

P1070103 - KopieMaterialien:
- das Buch
- weiches Leder
- Verschluss
- Patex (oder ähnlicher Leim)
- optional Nieten, Buchecken oder andere Dinge zum Verzieren

Normalerweise wäre jetzt der Zeitpunkt, eine Schablone anzufertigen. Da ich aber das Buch bekleben werde, bevor ich es mit Leder beziehe und ich nicht weiß, in wie weit die Schluckelemente den Lederverbrauch verändern, schenke ich mir diesen Schritt.

Statt dessen klebe ich mit Patex meine Verzierungen auf den Buchdeckel. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wofür man die Teile

normalerweisebenötigt, ich finde aber, dass sie sich sehr gut auf meinem Beutelbuch machen.

Während der Patex antrocknet, schneide ich mir einen schmalen Streifen Leder ab und nähe den Verschlussriemen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Riemen genau schließt, also nicht zu lang und – was weitaus schlimmer wäre – nicht zu kurz ist. An dem Riemen befestige ich dann noch die Schnalle und schon habe ich alle Teile soweit vorbereitet, dass es mit dem Zusammenbau beginnen kann.

Ich möchte den Riemen, der das Buch später einmal verschließen soll, nicht auf der Oberfläche haben. Also schneide ich in das Leder – NACHDEM ICH ES GENAU ABGEMESSEN HABE!!! – zwei Schlitze, durch die ich den Riemen ziehe. Dann wird erst mal die Vorderseite des Buches dick mit Latex bestrichen.
Wie immer, wenn man mit Latex arbeitet, warte ich auch hier solange, bis er etwas angetrocknet ist. Dann beginne ich, von einer seite ausgehend, das Leder darauf zu kleben. Wichtig dabei ist, dass sich der Riemen an der richtigen Stelle befindet.

Da ich das Buch ja mit den Applikationen beklebt habe, ist es etwas aufwendiger, das weiche Leder so darüber zu spannen, dass die Verzierung plastisch ander Oberfläche hervortritt. Sobald die Vorderseite fertig ist, wiederhole ich diesen Vorgang bei dem Rest des Buches.

Anschließend schneide ich die überstehenden Ränder so zurecht, dass in etwa 2 cm überstehen, schlage sie nach innen um und klebe sie dort fest. Aber nicht vergessen: es soll ja ein Beutelbuch werden, also nur drei Seiten auf diese Art versäubern.

Dannach schneide ich auch den Rest des Leders so zurecht, dass der Beutelteil des Buches entsteht und nähe den Rand vorsichtig um. wenn man das Werkzeug hat, Lederkanten schön zu schneiden, kann man sich diesen Schritt natürlich sparen.

Auf den Bildern, die ich von Beutelbüchern gesehen habe, ist oft ein Ring zu sehen, durch den man den Gürtel ziehen kann. Statt einem Ring habe ich hier das Leder zu einer Schlaufe genäht. Später soll an der Stell dann einmal ein dicker Knoten sein, so dass ich den Ledereinband des Buches einfach unter den Gürtel stecken kann und er dann von dem Knoten dort gehalten wird.

Bevor ich mein Werk nun als (fast) vollendet bezeichne, verziere ich das Buch noch mit Buchecken.

Bis ich einen vernünftigen Weg gefunden habe, den oben beschriebenen schönen Knoten an dem Buch zu befestigen, beschränke ich mich darauf, es einfach festzuknoten.

Jetzt muss es nur noch beschrieben werden…

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15
Dez

Ein paar Ideen um Papier altern zu lassen

   Posted by: Nick    in Anleitungen

Im Laufe der Jahre hat sich in unserem Fundus eine ganze Bibliothek an Schriftstücken, Schatzkarten und anderen Handouts gebildet.  Alles Mögliche findet sich dabei. Von Ausdrucken auf weißem Papier, Handschriften auf Elefantenpapier, gealtertes weißes Papier und sogar einige Blätter selbstgeschöpftes Papier.  So ein schön gestaltetes Handout macht gleich einiges her, ist ein guter Weg die Spieler zum Plot zu bringen, ist günstig herzustellen und kann darum auch als Andenken nach dem Abenteuer verschenkt werden. Anlass für mich genug etwas über das Altern von Papier zu schreiben.

Die meisten Methoden zum altern von Papier werden mit Haushaltsmitteln gemacht. Man kann Tee oder Kaffe verwenden, Milch und Zitronensaft geben auch schöne Effekte.  Die Vorgehensweise ist bei all diesen Komponenten gleich.  Man Pinselt das Papier damit ein und trocknet es dann mit einem Bügeleisen oder Föhn.  Beim Trocknen kann man Unregelmäßigkeiten in das Papier bringen, je nachdem wie lange man mit dem Bügeleisen über der gleichen Stelle bleibt.  Grade bei der Verwendung von Milch eignet sich diese Methode gut.

Verwendet man Kaffee, dann eignen sich Espresso Pulver oder Instant Kaffee sehr gut. Dazu einfach das Papier mit Wasser anfeuchten und dann das Pulver drüberstreuen und mit einer Rolle verteilen.

Man sollte jeder der Methoden mehrmals hintereinander anwenden um eine schöne Färbung zu erreichen. Das kann zwar etwas dauern, das Ergebnis ist aber die Zeit wert.  Zwischen den einzelnen Schritten kann man das Papier immer wieder zusammenknüllen und neu Ausbreiten.  Dadurch fühlt es sich nach ein paar Durchgängen mit dem Bügeleisen nicht mehr so nach Papier an.

Auf LarpWiki habe ich gelesen, dass man dem Papier mit ganz normalem Eiweiß ein pergamentartiges Finish geben kann, indem man das Papier einfach nur dünn mit Eiweiß einpinselt. Angeblich wird das weder ranzig noch faulig. Selber hab ich das noch nicht versucht, ist aber mal ein Experiment wert.

Abschließend kann man mit einem Naturschwamm und Tusche noch vorsichtig eine Struktur auf das Papier tupfen.  Dabei kann man entweder verdünnte schwarze Tusche verwenden, oder sepia farbene Tusche.  Ganz nach Belieben kann man auch noch Tintenkleckse hinzufügen, oder Fettflecken mit einem Tropfen Olivenöl machen.

Die Standardmethode um die Ränder des Dokuments zu bearbeiten ist das anbrennen mit einem Feuerzeug oder einer Kerze. Damit es nicht passiert, dass man eine wichtige Textpassage ausversehen wegbrennt gibt es einen kleinen Tipp von mir. Vor dem anbrennen zeichnet man mit einem Pinsel und einfachem Wasser die Kontur vor, die man später haben möchte. Solange das Papier feucht ist, erlischt die Flamme wenn sie an die feuchte Stelle kommt (Außer man brennt das Papier zu großflächig ab, dann nutzt diese Technik nix).

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und Experimentieren und zu Schluss habe ich noch einen Link zu einer Anleitung, wie man Papier selber Schöpfen kann.

Papier selber schöpfen

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28
Nov

6 Links für Fantasy Schriften

   Posted by: Nick    in Allgemein

Handgeschriebene Dokumente habenSchriftrolle schon was für sich, aber oft braucht man einfach schnell mal ein Schriftstück für den Plot, als Steckbrief, Getränkekarte in der Taverne etc. Wenn das Blatt schöne mit Times New Roman beschrieben ist, ist es ein 1a Ambientekiller. Darum habe ich für euch 7 Links zusammengetragen, bei denen man kostenlos Schriften runterladen kann.

Hier mal die ganzen Seiten. Ich hab einfach mal alles zusammengetragen, was das Herz begehrt. Runen, Tengwar, mittelalterliche Schriften, Symbole…

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19
Aug

Schriftrolle mit Schutzumschlag

   Posted by: Katharina    in Anleitungen

Ein wohl bekanntes Problem der heutigen Zeit ist das festgelegte Format für Papier. Eine gute Lösung hierfür biete Papier in größeren Formaten als DinA 4, das man dann nach eigenen Forstellungen zu dem gewünschten Format zurechtschneidet. Allerdings geht dabei immer sehr viel Verschnitt verloren, war – vor allem wenn man teures Elefantenpapier oder Büttenpapier verwendet – sehr ärgerlich ist. Der findige Larper wird natürlich auch hierfür Abhilfe finden und die Papierschnipsel als Etiketten für Trankfläschchen oder ähniches verarbeiten.

Kleiner bekommt man Papier also immer. Wenn man aber eine Schriftrolle benötigt, wird man mit diesen Methoden allerdings nicht weiter kommen. Was nun?
Man kann zwar die einzelnen DinA 4 Blätter zu einer Schriftrolle zusammen kleben, aber das ist einfach nicht das selbe wie eine echte Schriftrolle.

Schriftrollenbehälter

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